Die Geschichte Deutscher Einwanderer in USA und New York – Mein Trip nach New York
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Die Geschichte Deutscher Einwanderer in USA und New York

Etwa 45 Millionen Amerikaner haben deutsche Wurzeln, aber außerhalb des Brauhauses und des Oktoberfestes ist nicht viel zu sehen. Warum? Eine kleine Zusammenfassung, wie die Deutschen in den USA angekommen sind - und wie sie ihre Spuren hinterlassen haben.

1683 - Flucht in den Westen: Die "Original 13" wollten Religionsfreiheit

Der Dreimastkonkord hatte über zwei Monate den stürmischen Atlantik überquert, bevor er am 6. Oktober 1683 im Hafen von Philadelphia ankam. An Bord befanden sich 13 deutsche Familien, Mennoniten (Christliche Glaubensrichtungf) aus der Nähe von Krefeld.

Sie kamen in die "Neue Welt", angezogen vom Vorschlag des Kolonialgründers William Penn. Der Engländer hatte religiösen Flüchtlingen Land zur Kolonisation zur Verfügung gestellt.

In den deutschen Fürstentümern und Königreichen des 17. Jahrhunderts waren schließlich nur die katholischen, lutherischen und reformierten Kirchen erlaubt. Andere Religionsgemeinschaften wurden verfolgt.

In Penns Kolonie gründete das "Original 13", wie die deutschen Familien genannt wurden, "Deitschesteddel", die erste deutsche Siedlung in den USA.

Hundert Jahre später lebten 200.000 Menschen in Pennsylvania, ein Drittel davon mit deutschen Wurzeln. Ihr veraltet klingendes "Pennsylvania Dutch" - ein Hinweis auf den Begriff Deutsch oder den Dialekt, den sie verwendet haben, Deitsch - wird heute noch in einigen Gemeinden gesprochen, beispielsweise bei den Amish.



Der ehemalige "Deitschesteddel" heißt jetzt "Germantown" und ist ein Teil von Philadelphia.

Der Einfluss der Deutschen war auch in anderen Teilen des Mittleren Westens ausgeprägt, beispielsweise in den Bundesstaaten Ohio, Illinois, Michigan und Wisconsin: Die meisten Amerikaner mit deutscher Abstammung leben in dieser Region und viele bedeutende Brauereien wurden von Deutschen gegründet.

Zur Erinnerung an die Ankunft der ersten deutschen Siedlergruppe im Jahre 1683 wird der German-American Day jedes Jahr am 6. Oktober gefeiert.

Unabhängigkeit und Bürgerkrieg: Das deutsche Militär organisierte amerikanische Truppen

Es war einem Preußen zu verdanken, dass die amerikanischen Kolonialisten den Unabhängigkeitskrieg (1775 - 1783) gegen die britische Kolonialmacht gewinnen konnten: Friedrich Wilhelm von Steuben war sein Name. Der 1730 geborene Nachwuchs einer Soldatenfamilie hatte dem preußischen König Friedrich dem Großen gedient, bevor er in Paris Benjamin Franklin traf. Franklin empfahl Steuben dem Oberbefehlshaber der Übersee-Kolonialisten George Washington.

1778 kam Steuben im Winterlager der Kontinentalarmee an. Seine Aufgabe: aus den irregulären Kräften, die aus Bauern, Kaufleuten und Politikern bestanden, eine Armee zu bilden, die den britischen Berufssoldaten standhalten konnte.

Mit typisch preußischer Disziplin und Übung organisierte Steuben die Ausbildung der Soldaten so gründlich, dass sie die Briten besiegten.

Seit 1957 feiert die jährliche Steuben-Parade in New York einen der wichtigsten deutschen Amerikaner der Gründungszeit.

DEUTSCHE, DIE DIE USA BEEINFLUSST HABEN

Emanuel Leutze

Das Gemälde "Washington Crossing the Delaware" befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York. Es zeigt einen entscheidenden Moment im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783), als die Kolonisten unter General Washington, der bisher erfolglos gewesen war, einen Gegenangriff auf die Briten starteten. Es wurde von Emanuel Leutze (1816-1868) gemalt, der als Kind aus Deutschland in die USA emigrierte.

DEUTSCHE, DIE DIE USA BEEINFLUSST HABEN

Amerikas erster Millionär, John Jacob Astor

Seine Nachkommen gründeten das weltbekannte Waldorf Astoria Hotel, das jedoch für den Metzgersohn Johann Jakob Astor aus Walldorf bei Heidelberg unerreichbar, als er 1784 in die USA zog. Er war war die Inspiration für die literarischen Legenden Ebenezer Scrooge und Dagobert Duck.

DEUTSCHE, DIE DIE USA BEEINFLUSST HABEN

Levi Strauss

Löb Strauss, ein junger Jude aus Buttenheim bei Bamberg, emigrierte 1847 im Alter von 18 Jahren mit seiner Mutter und seinen Schwestern. Der Goldrausch zog ihn nach Westen, wo er Zeltplanen an Goldsucher verkaufen wollte - und sah, dass sie robuste Hosen brauchten. So wurden "Jeans" geboren - Levi Strauss, wie er damals hieß, und sein Geschäftspartner Jacob Davis waren reich.

1848 Frauenrechtsaktivistin Mathilde Franziska Anneke und die 'Achtundvierziger

Franz Sigel war auch einer derjenigen in Europa, die sich 1848 gegen die Fürsten und Könige aufgelehnt hatten. Nach dem Scheitern der Revolution floh er in die USA.

Das machten auch Fritz Anneke aus Westfalen (der später im Bürgerkrieg für die nördlichen Staaten gekämpft hatte) und seine Frau Mathilde Franziska Anneke.

Sie war unter anderem bereits als Journalistin in Europa für eine Zeitung tätig, für die der Dichter Heinrich Heine ebenfalls geschrieben hatte.

In den USA durfte sie dann tun, was in den Bundesländern verboten war: Sie hielt Vorträge über Bildungschancen und die Gleichstellung der Geschlechter und sprach sich gegen die Sklaverei aus.

Sie gründete 1852 die deutschsprachige Frauen-Zeitung. 1869 wurde sie die erste Vizepräsidentin der National Woman Suffrage Association - und damit eine der wichtigsten Aktivistinnen der amerikanischen Frauenbewegung.

Andere "Achtundvierziger", als die Menschen, die nach der Teilnahme an den Revolutionen von 1848 aus Europa emigrierten, bekannt wurden, verfolgten auch Karrieren in den USA: Der revolutionäre Friedrich Hecker engagierte sich in der neu gegründeten Republikanischen Partei, und Carl Schurz wurde Innenminister und Berater US-Präsident Abraham Lincoln.

Insgesamt zählten nur wenige der ehemaligen deutschen Revolutionäre zu den Auswanderern. Die meisten der Auswanderer flohen vor Hunger und Armut in den Westen. Und die Zahlen wuchsen: Mitte des 19. Jahrhunderts war eine Million Deutsche in die USA ausgewandert. Erst gegen Ende des Jahrhunderts ging die Zahl zurück.

 

Warum verloren die Deutschen Einwanderer Einfluss, was genau ist geschehen?

 

1917 - Sauerkraut wird "Freiheitskohl"

Der Erste Weltkrieg begann 1914. Als die USA 1917 in den Krieg eintraten, änderte sich auch das Verhältnis zu den Amerikanern in den USA. Deutsch-Amerikaner amerikanisierten ihre Namen, Behörden forderten einen Boykott deutscher Waren.

Deutsche Ausdrücke verschwanden aus dem Sprachgebrauch. Sogar das beliebte "Sauerkraut" wurde in "Freiheitskohl" umbenannt.

Im Bundesstaat Illinois überfiel ein Mob den Deutsch-Amerikaner Robert Prager und zwang ihn, die amerikanische Flagge zu hissen und die Nationalhymne zu singen. Er wurde schließlich gehängt.

Selbst zwischen den Weltkriegen war vieles, was typisch deutsch war, aus dem amerikanischen Alltag verschwunden.

Und die Menschen, die nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 in die USA flohen, wollten nichts mehr mit dem Land zu tun haben, das Juden und andere unpopuläre Minderheiten verfolgte und Millionen Menschen ermordete.

Viele wurden schnell zu Amerikanern - wie Henry Kissinger, der spätere US-Außenminister, der 1938 als Teenager mit seiner jüdischen Familie aus Deutschland floh. 1943 übernahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft und kämpfte als GI gegen sein Geburtsland.

Anders als die später eingewanderten Italiener oder Chinesen sind die Spuren der Deutschen deutlich verborgener - und doch so eng mit der amerikanischen Kultur verwoben, dass die beiden kaum voneinander zu trennen sind.

Interessanterweise verdanken die USA ihren Titel sogar einem Deutschen: dem Kartographen Martin Waldseemüller. Waldseemüller gab dem neu entdeckten Land im Westen auf seiner Weltkarte von 1507 einen Namen: "America" nach dem Navigator Amerigo Vespucci. Er war jedoch kein Deutscher, sondern Italiener.



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